Ein Großteil der Besucher einer Website, eines Blogs oder eines Online Shops gelangen immer noch nach einer Suchanfrage bei Google auf die Seite. Daher spielt die Präsentation der eigenen Inhalte in den Suchergebnisseiten nach wie vor eine enorme Rolle. Und hier kommen die Snippets zur Geltung, das digitale Schaufenster einer jeden Webpräsenz.

Was sind Snippets?

Snippets sind kleine Textschnippsel, die dem Suchenden von der Suchmaschine als Suchergebnis zu seiner Suchanfrage präsentiert werden. Sie bestehen aus:

  • Dem Titel der Website (SEO Titel)
  • Der URL zur Seite (SEO URL)
  • Dem Auszugstext (Meta Description)

Diese Elemente sind in dieser Phase der Kontaktaufnahme die einzige Information, die der Nutzer über die Zielseite erhält. Und wie in einem Schaufenster hängt unglaublich viel vom diesen Text ab. Ein Snippet muss:

  • Die Suchmotivation des Nutzers treffen
  • Den Nutzer ansprechen und motivieren
  • Sich in seiner Art vom Wettbewerb abheben

Nur dann erhält man die Aufmerksamkeit des potenziellen Besuchers und Käufers und kann auf einen begehrten, weil kostenfreien, organischen Klick hoffen (im Gegensatz zu einem bezahlten Klick über eine Google Anzeige).

Die ideale Länge eines Snippets

Der Platz auf den Suchergebnisseiten ist begrenzt. Das führt dazu, dass Google zu langen Text einfach abschneidet, was möglicherweise zu unschönen Textkürzungen führt. Im schlimmsten Fall gehen so für den Nutzer wichtige Informationen verloren. Daher sollte man ein paar Regeln beachten:

  • Länge des Titels: ca. 70 Zeichen (< 465 Pixel)
  • Länge der URL: ca. 65 Zeichen (< 400 Pixel)
  • Länge der Kurzbeschreibung: ca. 160 Zeichen (< 600 Pixel)

Die Werte sind lediglich Richtwerte. Im Einzelfall muss man immer schauen, ob der gewählte Text passt oder zu lang ist. Fast noch wichtiger als die exakte Breite des Snippets ist, dass man a) die Meta-Informationen formuliert und b) sie auch noch richtig formuliert. Allerdings ist die Meta-Description lediglich eine Empfehlung an die Suchmaschine:

  • Keine separat formulierte Meta-Description: Google nimmt sich den zur Suchanfrage passenden Text aus der Inhaltsseite – kann gut sein, ist im Regelfall aber eher suboptimal.
  • Eine separat formulierte Meta-Description, für den Crawler im Quellcode platziert: Google ist angehalten, genau diesen Text anzuzeigen, muss es aber nicht tun – die Chance, dass die Meta-Information genau so in den SERP (Search Engine Result Pages) angezeigt wird, ist jedoch sehr hoch

In jedem Fall muss der Text den Suchenden ansprechen, relevant sein, einen Mehrwert versprechen, zum Inhalt passen und eine Handlungsaufforderung beinhalten.

Und so könnte das dann im Quellcode aussehen:

<meta name=“description“ content=“Der Grundstein für erfolgreiches Content Marketing ist eine strukturierte Content Strategie. Diese 7 Schritte helfen dir bei der Erarbeitung.“/>
(Quelle: Content Strategie: Content is King – aber ohne Content Strategie läuft nichts )

Um solch ein Snippet zu erzeugen, helfen kleine SEO-Tools, wie beispielsweise das Yoast-SEO-Plugin für WordPress. Sie helfen auch, die richtige Länge zu finden.

Was sind Rich Snippets?

Vor einiger Zeit hat Google begonnen, die klassischen Text-Snippets mit weiteren Inhalten anzureichen (Rich). So können nun auch viele weitere Angaben präsentiert werden, getreu dem Charakter eines digitalen Schaufensters:

  • Abbildungen (Produktbilder)
  • Preisangaben
  • Bewertungen (Sternesystem)
  • Orts- und Kontaktangaben
  • Urheberinformationen
  • Rezepte
  • Videos
  • uvm.

Schema Markup – Strukturierung von Informationen

Wichtig ist hierbei, dass man die dafür in Frage kommenden Inhalte auf der eigenen Seite strukturiert und auszeichnet. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei sind HTML-Tags und Markups von schema.org.

Wobei man mittlerweile weiß, dass Google derartige Angaben zunehmend auch ohne explizite schematische Auszeichnungen versteht und bewerten kann.

Ein sauberer Quellcode, sauber strukturierte Daten oder auch der Data Highlighter in der Google Search Console erlauben es Google, den Context von Content richtig zu verstehen und zu bewerten.

SEO Microdata und Micro-Markierungen

Möchte man dem Crawler/Bot die richtigen Zusatzinformationen jedoch gezielt mitteilen, dann empfiehlt es sich, die Auszeichnungen und Informationstypen via HTML5  Mikrodaten zu realisieren. Die Angaben von <itemscope> innerhalb eines Tags deklariert den Inhalt als spezielles Element, z.B. „Person“. Die Angabe <itemprop> fügt nun weitere Eigenschaften hinzu, wie beispielsweise den „Name“ oder den Beruf „title“. Auch lokale SEO kann so unterstützt werden, indem man „locality“ oder „region“ einfügt.

Weitere Möglichkeiten der Strukturierung von Daten für Rich Snippets sind die RDFa Formatierungen, weitere Mikroformate wie hCard oder auch JSON-LD Markierungen.

Wirkung von Snippets und Rich Snippets

Das Ziel ist es, den Suchenden zu erreichen und auf die eigene Webpräsenz zu lenken. Dafür muss das Snippet optisch und inhaltlich außergewöhnlich sein, den Nutzer ansprechen und sich vom Wettbewerb abheben. Hohe Ziele, gemessen an dem wenigen Platz, den man dafür zur Verfügung hat. Aber genau das macht es auch so spannend und wertvoll.

Hat man alles richtig gemacht, werden die Impressionen und die Klicks entsprechend positiv reagieren. Die Daten lassen sich einfach über die Google Search Console recht einfach ermitteln:

  • Impressionen = wie oft wurde das Snippet dem Suchenden angezeigt
  • Klicks = wie oft wurde das Snippet aus der Suchergebnisseite angeklickt

Die CTR entspricht dem Verhältnis Klicks zu Impressionen und wird umso besser, je besser man den Nerv des Nutzers trifft. Dieser organische Suchtraffic ist das Ziel, wonach alle SEOs streben!

Tooltipp: Rich Snippet Generator

Jan Pötzscher leitet und verantwortet als Head of Account Management die Kundenprojekte. Als erfahrener Blogger und Social SEO Experte bringt er sich zu dem auch fachlich in interne und externe Projekte mit ein.