Im Januar 2019 ist Claudia Hoffmann aus ihrer Elternzeit zurückgekehrt. Wir haben mit ihr über die Veränderungen der Branche sowie über ihre Arbeit als Analystin gesprochen.

Franzi: Liebe Claudia, Du bist ja sozusagen schon ein „alter Hase“ bei semcona. Dennoch haben wir Dich noch nicht auf unserem Blog vorgestellt. Du bist nun seit einem Monat wieder bei uns, erzähl doch unseren Lesern erst einmal etwas über Dich. 😊  

Claudia: Ich bin 1983 geboren und stamme aus dem schönen Oberlausitzer Bergdorf Weifa, wo ich inzwischen mit meiner Familie auch wieder wohne. Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau bei einem großen Telekommunikationsanbieter in Frankfurt am Main und beruflichen Zwischenstopps im Personalcontrolling und in der internationalen Kreditorenbuchhaltung im gleichen Unternehmen habe ich mich für ein BWL-Studium, vertiefend in Sprachen und Tourismus, entschieden. Von Frankfurt führte es mich also über Stralsund und Salzburg im Studium zunächst zurück nach Dresden ins Praxissemester bei der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen und dann 2010 nach Bautzen, der Heimat wieder näher. In Bautzen jobbte ich neben dem Schreiben meiner Abschlussarbeit als Werkstudentin bei azionare, welche sich damals bereits mit Online Marketing und tiefgreifenden Analysen des Social Webs beschäftigten. Daraus ergab sich auch schnell ein richtiger Job, da das Internet und vor allem die Social Networks, die Blogosphäre und die Foren zu dieser Zeit anfingen zu boomen, die Datenmengen im Netz förmlich explodierten und somit auch die Arbeit im Bereich der Analyse immer mehr zunahm. Seit nunmehr 2015 bin ich bei semcona im Bereich der Content Analyse beschäftigt.

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meinem Partner und unserem 1 ½ jährigem Sohn auf Reisen, beim Wandern und in der Natur. Auch das Heimwerkern ist in den letzten Jahren zu meinem Hobby geworden; ich habe ständig neue Ideen, mich in unseren eigenen 4 Wänden zu verwirklichen und unser Häuschen so gemütlich und praktisch wie möglich zu gestalten.

Franzi: In den letzten anderthalb Jahren hast Du Deine Elternzeit genommen, besonders in unserer schnelllebigen Branche ist das ja eine lange Zeit. Was hat sich Deiner Meinung nach am stärksten verändert?

Claudia: Zunächst einmal freue ich mich riesig, wieder bei semcona im Team zu sein. Du hast Recht Franzi, 1 ½ Jahre sind in unserer Branche eine verdammt lange Zeit, in der man nicht den Anschluss verlieren darf. Ja, es hat sich seitdem auch wahnsinnig viel verändert: angefangen bei der Relevanz von Facebook bspw., die inzwischen ja (zumindest in den meisten & größten Zielgruppen wie bspw. der Generation Z) stark abgenommen hat, darüber dass Erkenntnisse über das Nutzerverhalten inzwischen wichtiger und wertvoller sind als Nutzerdaten, bis hin zu den zahlreichen Datenschutzverordnungen, die in den letzten beiden Jahren in Kraft getreten sind, um mit DSGVO und EPVO nur zwei davon zu nennen. Was speziell meinen Bereich, die Analyse, betrifft ist es inzwischen unabdinglich, die Künstliche Intelligenz zur Unterstützung der Datenanalyse einzubeziehen. Last but not least hat sich natürlich auch im semcona Team seitdem einiges verändert; das Team ist seit meiner Elternzeit deutlich gewachsen – an Manpower, aber auch an Wissen, Erfahrungen, Projekten & Know-How.

Franzi: Künstliche Intelligenz – ein gutes Stichwort. Du als Analystin befasst dich ja täglich mit riesigen Datenmengen. Wie unterstützt dich die KI bei Deiner Arbeit? Und was findest Du an Deinem Job am spannendsten? 

Claudia: Ohne massenweise Datenerhebung und ausgefeilte Analyse kommt kaum noch eine moderne Branche aus. Neben der ständig zunehmenden Datenflut sind vor allem die Sicherstellung der Datenqualität und die smarte Datenbereitstellung auch aus riesigen Datensets wichtige Aspekte für erfolgreiche Analyse-Projekte. KI unterstützt mich hier maßgeblich und macht die Daten so erst für mich verwertbar. Auf den Punkt gebracht hilft mir die KI aus Big Data Smart Data zu generieren.

Spannend und herausfordernd zugleich ist es für mich, Einblick in viele Branchen und Marktsegmente zu bekommen. So lernt man nie aus und kann sein Allgemeinwissen unheimlich anreichern. Herausfordernd deshalb, weil selbst die intelligenteste KI und die schlausten Maschinen nicht ohne menschliche Intelligenz auskommen und man als Analyst auch immer noch die komplexen Zusammenhänge hinterfragen muss, um Ableitungen daraus zu treffen und somit eine Entscheidungsgrundlage für den Kunden bieten zu können. Klar können Maschinen inzwischen auch schlussfolgern, aber die Komplexität menschlicher Intelligenz, Ausdrucksformen der Empathie und humaner Bedeutungen kann man nicht programmieren.  Denn nur wer ein tiefgehendes Verständnis seiner Kundenbedürfnisse aufzeigt, kann dauerhaft erfolgreich sein. Dieser Fakt zeichnet uns als semcona im Gegensatz zu anderen Anbietern auf dem Markt meiner Meinung nach auch aus und macht uns unique. Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Gehirn und KI sich ergänzen. Während KI den Vorteil hat, aus großen Datenmengen Zusammenhänge zu erschließen, können auf Basis des menschlichen Gehirns Entscheidungen mit Verantwortung getroffen werden. Erst die Fehler im Denken lassen uns Menschen innovative und kreative Ideen entwickeln, wodurch Strategien entstehen, mit denen man sich von anderen Marktbegleitern abheben kann.

Zum Schluss an die Beantwortung der Frage möchte ich noch folgendes Zitat stellen, welches ganz gut beschreibt, was mich an meiner Arbeit so fasziniert:

„It used to be top down, where companies would go out and conduct a survey and collect data. Now we are walking around with devices that log everything we like, picture we take, stores we visit. You don’t have to go out and find data, now it is coming to us.“
(Jake Porway, Machinea Learning & Technology Enthusiast)

Franzi: Nun gibt es inzwischen eine Menge von Analyse-, Marktforschungs- und Monitoringanbietern. Doch was unterschiedet sich Deiner Meinung nach zwischen denen und unserem Smart Relevance Research?

Claudia: Einen entscheidenden Fakt habe ich schon vorher beim Thema KI genannt, nämlich die Kombination aus menschlicher und künstlicher Intelligenz. Da wir uns ja quasi seit der 1. Stunde der Big-Data-Analyse und des Monitorings in dem Milieu der Datenanalyse bewegen, können wir wertvolle Expertise nachweisen und anwenden und unsere Software ist inzwischen dementsprechend ausgereift. Wir bieten mit unserer Smart Relevance Research in der 1. Instanz und der Smart Relevance Optimization im 2. Step ein Komplettpaket, was uns deutlich von den anderen Anbietern abhebt. Da wir Daten nicht nur keywordbasiert sammeln, sondern semantisch aggregieren, strukturieren und aufbereiten, macht es uns die Smart Relevance Research damit möglich, neue Zusammenhänge zu entdecken. Mit unserer Technologie und unserer intelligenten, selbstlernenden und smarten Software sowie der Expertise im Hintergrund bieten wir alles, was es für ein modernes, zeitgemäßes und vor allem kundenorientiertes Online-Marketing braucht.