SprachassistentenSocial Bots, Social Media oder auch die verschiedenen Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yandex – über all diese Touch Points gelangen Informationen zum Nutzer und Nutzer an Informationen.

Aber nur dann, wenn diese Informationen auch richtig bereitgestellt werden. Google hat dafür in den letzten Jahren viel getan. So wurden die reinen Keyword-basierten Algorithmen zugunsten von Semantik und Machine Learning erweitert. Die Bedeutung von Inhalten, deren Kontext, quasi das Lesen zwischen den Zeilen und das Erkennen von Stimmungen und Tonalitäten, bestimmen heute mehr denn je die Verbreitung von Informationen im Netz.

Nicht zuletzt die immer bessere Filterung aller zur Verfügung stehenden Inhalte im Web auf meine speziellen Bedürfnisse als Nutzer – gern auch als „Filterblase“ umschrieben – sorgen dafür, dass Nutzer zunehmend nur noch das sehen, was sie laut Algorithmus sehen sollen und was zu ihnen passt.

Einerseits birgt das viele Gefahren und Risiken, wie man an den Diskussionen auf Facebook & Co. erkennen kann, in denen sich Meinungen und Stimmungen anhand von wenigen, oft nur schwer verifizierbaren Informationen, emporschaukeln. Andererseits stellt das Unternehmen, wie eingangs erwähnt, vor ein großes Problem: Wie kann ich meine eigenen Inhalte so sichtbar gestalten, dass ich Zugang zu meiner Zielgruppe bekomme?

Eine Möglichkeit – Semantik

Zur Anreicherung von Inhalten haben wir hier schon oft geschrieben. Auch wenn es sich gebetsmühlenartig anhört, aber die reine klassische SEO auf Keyword-Ebene ist nur der erste Schritt und schon längst nicht mehr ausreichend. So wie Google versucht, die Absicht einer Suchanfrage zu erkennen (Rank Brain), so müssen moderne Texte dieser Absicht Rechnung tragen.

Rank Brain

Rank Brain ist Bestandteil des umfassenden Google Algorithmus und basiert auf Künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Damit versuch Google, die Intention und die Absichten des Nutzers bei Sucheingabe noch besser zu verstehen, unabhängig von den verwendeten Begriffen. Anhand von semantischer Signale und über komplexe Berechnungsmethoden heißt das große Tiel von Google: Höchstmöglich Qualität und Passgenauigkeit der Suchergebnisse zur Suchanfrage.

Das heißt für ein Unternehmen: Es muss wissen, mit welchen Themen und Inhalten sich Nutzer beschäftigen. Was sind aktuelle Meme? Worüber wird gerade diskutiert? Welche Inhalte passen thematisch zu meinem eigenen Content?

Hier ist eine ständige Beobachtung des Social Webs, aber auch eine umfassende linguistische, intelligente und disambiguierte Analyse des Contents erforderlich, um seinserseits Anhaltspunkte für Themen und Trends zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit – strukturierte Inhalte

Textinhalte lassen sich oft semantisch bestimmten Themen zuordnen. So kann der Suchmaschine mitgeteilt werden, um welche Art Inhalt es sich handelt. Derartig strukturierte Texte und Textpassagen erfahren in der Suchergebnisanzeige mehr und mehr Aufmerksamkeit, da neben den klassischen Snippets die strukturierten Zusatzinformationen angezeigt werden.

Wie das funktioniert und welche Schemata dem zugrunde liegen, lässt sich einfach mit einem Blick auf schema.org erfahren. Über diesen Microdaten-Wortschatz lassen sich Strukturen in den Text einarbeiten, die von der Suchmaschine verstanden werden. Im Ergebnis werden derartig angereicherte und strukturierte Daten über die Suchergebnisse als sogenanntes „Rich Snippet“ ausgegeben.

Rich Snippet Beispiel Google SERP

Das „Mehr“ an Informationen erhöht schlussendlich die Chance, den Suchenden für seine eigenen Inhalte zu gewinnen.

Wie strukturierte Daten dann im Ergebnis auf Google aussehen, zeigt dieses wunderschöne Beispiele für „Pfannkuchen“. Wenn das Rezept für Pfannkuchen auch tatsächlich mit der semantischen Auszeichnung „Rezept“ versehen wird, eröffnen sich für den Suchenden ganz neue Perspektiven in der Suchergebnisanzeige.

Strukturierte Daten schema_org Pfannkuchen Rezept

Fazit

Der Aufwand, den Unternehmen betreiben müssen, um im organischen (nicht bezahlten) Bereich der Suchmaschine und über die diversen Methoden wie Spracheingabe gefunden zu werden, steigt beständig. Aber ohne diesen Aufwand wird es in Zukunft kaum noch möglich sein, sich ohne ein adäquates Anzeigen-Budget am Markt zu behaupten.

Daher lohnt sich dieses Investment in ein intelligentes und vernetztes Content-Marketing bereits jetzt!

Jan Pötzscher leitet und verantwortet als Head of Account Management die Kundenprojekte. Als erfahrener Blogger und Social SEO Experte bringt er sich zu dem auch fachlich in interne und externe Projekte mit ein.