Das Google Hummingbird Update von 2013 hat die Welt der Suchmaschinenoptimierung auf eine neue Stufe gehoben. Nach der klassischen SEO ist es nun die Relevanz-Optimierung, welche für eine gute Sichtbarkeit notwendig ist. 

Zuerst einmal: Sie sind hier richtig, denn hier geht es nicht um zoologische Interpretationen, sondern um die Sichtbarkeit von Inhalten im Netz. Und da spielt der unscheinbare, aber doch so elegante Seglervogel eine wichtige Rolle, hat Google doch das wohl bedeutendste Algorithmus-Update 2013 nach ihm benannt. Und genau darum soll es nun im Detail gehen.

Das Hummingbird-Update – der Weg bis dahin und danach

Google hat in den vergangenen Jahren seinen Algorithmus zur Bewertung von Inhalten und Websites immer wieder überarbeitet und verbessert. Das große Ziel ist es, dem Suchenden die für ihn besten Inhalte über die Suchergebnislisten zu präsentieren. Nebenschauplatz des Geschehens ist aber auch, alle diejenigen abzustrafen, die sich nicht an die Regeln halten. BlackHat SEOs auf der dunklen Seite der Macht haben eindeutig verloren. Auch der früher gern als Benchmarkt genommene PageRank einer Website hat seit 2016 keine Bedeutung mehr und wurde von Google auch direkt aus der SEO-Toolbar entfernt.

Zurück zur Historie der Updates

2009 – Vince

  • Fokus auf Markenseiten, Brand-Reputation

2010 – Caffeine

  • Schrittweises „Indexing“ von Websites in kleinen Portionen und damit deutlich schnellere Indexierung von neuen Inhalten

2010 – Mayday

  • Qualität von Suchergebnisse bei Long-Tail Keywords (Suchphrasen mit 3 bis 4 Wörtern)

2011 – Panda

  • Benutzerfreundlichkeit / Usability von Websites

2012 – Penguin

  • Link Manipulation, Bad Links, Reputation von verweisenden Websites

2013 – Hummingbird

  • Relevanz/Bedeutung von Inhalten, Semantic Search

2014 – Pigeon

  • Lokale Suchergebnisse

2015 – Mobile Update

  • Mobile Nutzbarkeit von Webinhalten

2013 war also ein einschneidendes Jahr für alle Websitebetreiber, denn von da an spielt die Bedeutung von Inhalten und nicht mehr das einzelne Keyword eine treibende Rolle bei der Sichtbarkeit. Während es früher genügte, das Fokus-Keyword in den wichtigen Passagen einzubauen (Titel, Überschriften, Meta-Tags…), muss seit dem Hummingbird-Update umgedacht werden.

Nun versucht Google, die Bedeutung des geschriebenen Textes zu erkennen und mit dem überein zu bringen, was der Suchende mit seiner Suchanfrage wohl meinen könnte. Dabei ist es nicht mehr ausschlaggebend, genau das exakt gleiche Suchwort zu verwenden, sondern die Bedeutung zu erfassen, die sich hinter der Suchphrase verbirgt.

Die Quintessenz von Hummingbird – ich muss viel mehr über meine Zielgruppe wissen

Und genau das ist der Knackpunkt: Als Autor schreibe ich oft nur aus meiner Perspektive heraus. Dabei vergesse ich oft, was Nutzer denn noch mit diesem Thema verbinden, was sie meinen, wenn sie über etwas schreiben oder etwas suchen. Genau dieses Wissen ist aber wichtig, wenn man sich inhaltlich semantisch mit dem Publikum auf eine Linie begeben will. Ich muss wissen, worüber im Kontext des Themas meines Beitrages geschrieben und wonach gesucht wird. Denn nur dann kann ich meinen Beitrag so anreichern, dass Google die Schnittmengen zur Suchanfrage erkennt und ihn als Suchtreffer anzeigt.

Relevanzoptimierung baut auf klassischer Suchmaschinenoptimierung auf, geht aber viel weiter

Neben all der inhaltlichen Optimierung von Texten und Seiten darf man jedoch nicht vergessen, all die anderen Bewertungsmaßstäbe zu optimieren, die für Google und vor allem für die Nutzer ausschlaggebend sind. Hier sei vor allem die mobile Nutzbarkeit genannt, die dem förmlich explodierenden mobilen Traffic geschuldet ist. Eine Seite, die sich mit dem dicken Daumen per Smartphone nicht bedienen lässt, ist nicht mehr zeitgemäß und wird über kurz oder lang aussortiert.

Wenn also die Hausaufgaben der klassischen SEO gemacht worden sind, ist man bereit für SRO – für Smart Relevance Optimization. Hier hat der geneigte Redakteur und das kundige Unternehmen dann die Wahl zwischen:

A) Selber machen und manuell an der Oberfläche kratzen

B) Smart agieren und ein intelligentes und selbstlernendes System einsetzen und damit das Potenzial voll ausschöpfen – SRO

Smart Relevance Optimization – SRO

SRO meint die textliche Optimierung von Web-Inhalten in Bezug auf Relevanz für den Nutzer und die Suchmaschine. Das Ziel ist die Maximierung des Rankings der Inhaltsseiten für ausgewählte Keywords und Relevanzen bei Google. Dabei werden Daten aus dem deutschsprachigen Web für eine inhaltliche Anreicherung analysiert, ausgewertet und intelligent (selbstlernend) miteinander vernetzt (Semantik). SRO ermöglich dem Redakteur eine nachhaltige und effiziente Verbesserung des Contents, was schlussendlich zu mehr Besuchern, Anfragen und damit Kontakten führt.

Effekt von SRO und damit Mehrwert für Sie:

  • Nachhaltig optimal platzierte Inhalte bei Google > hohe Suchmaschinensichtbarkeit
  • Schnellere und bessere Texterstellung > mehr Effizienz in der Content-Erstellung
  • Dynamische Anpassung auf zukünftige Trends im Netz > Inhalte sind immer up to date

SRO - Smart Relevance Optimization

Sie interessieren sich für den smarten Weg? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Klassische SEO ist weiterhin von großer Bedeutung

Unter der klassischen SEO versteht man die Optimierung der Seite auf die Bedürfnisse des Nutzers. Eine gute Lesbarkeit und Struktur der Beiträge, eine klare und logische Menüstruktur, kurze Klickwege, die Verwendung von relevanten Keywords und nicht zuletzt eine sehr gute mobile Bedienbarkeit gehören zu den SEO-Hausaufgaben, die jeder Webseitenbetreiber und Autor machen muss. Vor allem auf die mobile Nutzbarkeit legt Google seit dem letzten „Mobile friendly“ Update sehr viel wert. Nicht vergessen möchte ich die Sicherheit des Datenverkehrs im Netz, dem Google mit der Belohnung von SSL-zertifzierten Seiten nun immer mehr Beachtung schenkt. Die Umstellung von http auf https sollte nun also zum „guten Ton“ gehören und schafft beim Nutzer auch Vertrauen. Vertrauen und Authentizität sind die Fundamente für den Erfolg einer Website.

Jan Pötzscher leitet und verantwortet als Head of Account Management die Kundenprojekte. Als erfahrener Blogger und Social SEO Experte bringt er sich zu dem auch fachlich in interne und externe Projekte mit ein.