In Deutschland ist die Verbreitung von AdBlockern im weltweiten Vergleich relativ hoch. Doch woran liegt das? Aktuelle Studien versprechen Antworten.

Insgesamt nutzen 25 Prozent der deutschen Internetuser ab 18 Jahren AdBlocker. Sie stören sich an aufdringlicher Werbung, die ihre Informationsaufnahme unterbricht und sich ihrer Kontrolle entzieht (z. B. durch AutoStart bei Video Ads). Auch mangelnde Sensibilität bzgl. des Schutzes der Privatsphäre und aufdringliches Retargeting werden als Argument pro AdBlocking genannt. Wer kennt das nicht: Gerade jetzt in der Weihnachtszeit kauft man in den verschiedensten Onlineshops für Familie und Freunde ein. Doch auch Tage später sieht man noch die Ad für das neue Weihnachtsalbum von Helene Fischer, nur weil man unlängst dem Schwiegervati eine Freude machen wollte. Mangelnde Relevanz der Online-Werbung ist damit ebenfalls ein Grund für Werbeverdruss und damit für den Einsatz von AdBlockern.

Einsatz von AdBlockern führt zu Umsatzverlusten

Die hohe Verbreitung von AdBlockern hat selbstverständlich negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den Online-Werbemarkt. Bei Publishern und Vermarktern führt der Einsatz von Adblockern zu Umsatzverlusten von 10 bis 20 Prozent. Langfristig könnte dies zur Folge haben, dass der Anteil von Paid Content zunimmt. Einige Newsseiten wie bild.de sperren darüber hinaus auch die Nutzer von AdBlockern komplett aus.

Der Ausweg: Relevante Werbung

Das International Advertising Bureau (IAB) fordert Werbetreibende auf, Werbung unaufdringlicher sowie nutzerfreundlicher zu gestalten und den Nutzern mehr Kontrolle zu geben. So sollten beispielsweise Pop-Ups zumindest im mobilen Bereich vermieden und Werbeblöcke immer übersprungen werden können. Auch die Kreativität und Qualität der Werbemittel sollte verbessert werden.

Mit unserem Smart Relevance Advertising (SRA) wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, Werbung für die Nutzer relevanter zu machen. Bei der Auslieferung der Ads verzichten wir komplett auf den Einsatz von Cookies, wodurch die Privatsphäre der Nutzer maximal geschützt wird. Außerdem analysieren wir nur das aktuelle Nutzerinteresse, wodurch der Nutzer wirklich nur die Werbung angezeigt bekommt, die zu ihm passt – und nicht zu den musikalischen Vorlieben des Schwiegervatis.

Aktuelle Marktzahlen geben darüber hinaus einen weiteren Grund zur Hoffnung für den Online-Werbemarkt: Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung ist kontinuierlich rückläufig. Im 3. Quartal 2016 wurde bei 19,11 Prozent der Page Impressions die Auslieferung von Ads geblockt. Ein Jahr zuvor lag die Quote noch 2,05 Prozent höher.

Daniela Kloth verantwortet als Head of Marketing die konsequente Ausrichtung der semcona GmbH mit ihren Smart Relevance Solutions an den Bedürfnissen des Marktes. Als erfahrene Medienmanagerin verfügt sie über umfangreiches Know-how im Onlinemarketing, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Social Media Marketing. Im semcona Blog beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Context Marketing, Cognitive Computing sowie Smart Data.