Die Diskussion um ein „Themenportal“ erweckt zum neuen Leben und wird zum Trend. Das Themenportal 3.0. ist für den Konsumenten eine wichtige Informationsquelle. Nutzt es!

Corporate Blogs sind teilweise in Verruf geraten, da sie subjektiv berichten. Prinzipiell ist ein eigener Blick auf die Dinge auch gar nicht schlecht, solange es um die Wahrheit geht. Die Verantwortung liegt aber auch beim Nutzer. Er muss sich bewusst sein, dass das beschriebene Bild im Fall gefärbt sein kann.

Themenportale haben den Vorteil, dass die Nutzer häufig nicht auf den ersten Blick erkennen müssen, welches Unternehmen die Seite betreibt. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Auf der einen Seite möchte ein Unternehmen neutral über ein Thema informieren. Auf der anderen kann natürlich auch genau der gegenteilige Gedanke stehen, gefärbte Informationen zum Wohle des Unternehmens zu verbreiten, ohne dass es der Nutzer mitbekommt.

Aber auch ganz sachliche Gründe sprechen für ein Themenportal oder einen eigenen Blog

Wer ein Spezialist auf einem Themengebiet ist, sollte sein Wissen teilen. Und vor allem versuchen, mit Nutzern ins Gespräch zu kommen und gegenseitig die Erfahrungen voranzubringen. Damit auch die Suchmaschinen erkennen, dass Spezialisten am Werk und die Beiträge relevant sind, ist der Context wichtig. Nicht die Masse entscheidet, sondern die Qualität. Und Qualität ist das, was einen Mehrwert für den Nutzer bietet.

Wie der Name Themenportal aussagt, steht die Themenwelt des Produktes im Vordergrund und nicht der direkte Abverkauf. Damit erreichen Unternehmen langfristig eine gute Positionierung am Markt und dienen als erste Informationsquelle, wenn sich der Nutzer über das Themenumfeld informieren möchte. Im Vergleich zu anderen Social Media Angeboten wie Google+ oder Facebook, schaffen Unternehmen durch einen eigenen Blog eine Unabhängigkeit von den AGBs Dritter und deren langfristiger Existenz am Markt.

Ein Themenportal kann eine Herausforderung werden

Wer einen Corporate Blog oder Themenportal betreibt, muss in der Lage sein, regelmäßig interessanten Content zu veröffentlichen. Parallel zu den alltäglichen Aufgaben ist dies kaum möglich, daher muss im Unternehmen ein Rahmen für die Umsetzung geschaffen und Anerkennung entgegengebracht werden. Denn immer ein interessantes Thema zu finden und darüber fachlich zu berichten ist nicht so leicht, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Der eigene Blog sollte einer Logik folgen. Dazu ist es ratsam sich einen Plan über die Ziele und Themen zu machen. Gebt eurem Portal eine eigene Note und grenzt euch so von den Wettbewerbern ab.

Ein Themenportal bringt viele Vorteile und wir freuen uns, dass das Thema neu auflebt. Allerdings ist die Bedeutung und Wichtigkeit vielen Unternehmensführungen und Mitarbeitenden noch nicht bewusst. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dieses Thema voranzutreiben. Damit ein Themenportal sich jedoch langfristig lohnt und die qualitativ hochwertigen Beiträge immer im richtigen Context erscheinen, ist es notwendig, Semantik zu nutzen. Dann sprechen wir von einem „semantischen Themenportal“. Welche Vorteile sich dadurch fürs Marketing, für Nutzer, aber auch besonders im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ergeben, werden wir demnächst in einem weiteren Beitrag erläutern.

(Bildquelle: Depositphotos.com / nmedia)

 

Jenny Mittrach ist Projektmanagerin bei der semcona GmbH. Zu ihren Verantwortungsbereichen zählen das Community Management und die Konzeption von Social Media Projekten sowie die Betreuung von Projektpartnern.