Wer jetzt in der Weihnachtszeit den Begriff „Cookies“ hört, denkt sicherlich an Weihnachtsplätzchen. Wir möchten uns heute jedoch mit der Bedeutung von „Internet Cookies“ beschäftigen.

Unter einem Internet Cookie versteht man eine kleine Textdatei, die auf einem Computer abgelegt wird, wenn ein Nutzer beispielsweise eine bestimmte Website besucht hat. Cookies dienen dazu, präferierte Einstellungen des Nutzers zu speichern und hinterlassen somit „elektronische Krümel“ auf dem Rechner des Nutzers. Dies führt einerseits zwar dazu, dass sich Nutzer beispielsweise nicht jedes Mal neu anmelden müssen, wenn sie eine verschlüsselte Website besuchen, andererseits können Cookies auch fürs ReTargeting im Online-Marketing genutzt werden und dazu führen, dass Nutzer das Gefühl bekommen, dass ihre Privatsphäre verletzt wird.

Dazu folgendes Beispiel: Ein Nutzer surft in einem Online-Shop, tätigt jedoch keine Einkauf. Während des Surfens wird von seinem Browser ein Internet Cookie auf seinem Rechner abgelegt. Nutzt der Online-Shop-Betreiber ReTargeting Ads, können dem User beispielsweise am Folgetag, während er auf anderen Websites surft, Banner angezeigt werden, die genau seine am Vortag betrachteten Produkte beinhalten. Problematisch ist dabei nicht nur das Gefühl des Nutzers, „verfolgt“ zu werden. Wenn mehrere Personen den gleichen PC nutzen, aber konträre Interessen haben, sind die ReTargeting Ads quasi wirkungslos und führen nicht zum gewünschten ROI. Auch die zunehmende Nutzung mehrerer Devices (PCs, Laptops, Tablets, Smartphones) erschwert den Einsatz von Cookies und ReTargeting-Kampagnen.

Darüber hinaus ergibt sich jedoch noch ein ganz anderes Problem: die EU-Cookie-Richtlinie aus dem Jahr 2009. Demnach ist es nur dann erlaubt, Cookies auf den Rechnern der Nutzer zu speichern, wenn diese zuvor ihre Einwilligung gegeben haben. Deshalb sieht man neuerdings auf Websites immer häufiger Hinweise wie diesen hier:

Cookies

Hinweis zur Verwendung von Cookies. (Bildquelle: Screenshot huffingtonpost.de)

Problematisch ist jedoch, dass Nutzer diesen Hinweis leicht umgehen können. Damit Content-Provider, ohne die EU-Cookie-Richtlinie verletzen zu können, dennoch den Usern interessante Inhalte anbieten können, arbeiten wir an semantischen Lösungen mit weiteren Zusatznutzen. Dazu gehören zum einen unsere semantischen Themenportale, welche Nutzern aufgrund ihrer Interessen verwandte Themen vorschlagen, sowie unsere Semantic Content Ads, welche ein Targeting fernab von Cookies und Keywords ermöglichen. Doch dazu später an gleicher Stelle mehr.

(Bildquelle: Depositphotos.com / Zakharova)

Daniela Kloth verantwortet als Head of Marketing die konsequente Ausrichtung der semcona GmbH mit ihren Smart Relevance Solutions an den Bedürfnissen des Marktes. Als erfahrene Medienmanagerin verfügt sie über umfangreiches Know-how im Onlinemarketing, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Social Media Marketing. Im semcona Blog beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Context Marketing, Cognitive Computing sowie Smart Data.